Grillen und Chillen?
Grillen und Chillen?

Grillen und Chillen?

Um unsere Küchenausstattung auf ein höheres Level anzuheben, machten wir auf unserem Weg in den Süden Halt in Aachen. Nach einer uneinigen Einpark-Manövrier-links-nein-besser-rechts-doch-geradeaus-und-wieder-rückwärts-nein-ich-meinte-doch-vorwärts-mit-leichtem-Linkseinschlag-Diskussion hatten wir unseren Van erfolgreich auf den überfüllten Stadtparkplatz gequetscht. Romy lag entspannt in ihrer Kuschelhöhle. Endlich konnte es losgehen. Besser gesagt: wir konnten losgehen. Im erstbesten Outdoor-Geschäft blieben wir sofort hängen und verließen dieses nach einer ausführlichen Beratung völlig unerwartet mit einem Grill. Endlich konnten wir mal wieder mit hohen Temperaturen kochen bzw. grillen. Unser Induktionskochfeld reicht zwar meistens aus, aber die Köche unter euch werden uns bestimmt zustimmen, dass ein Grill auch viele Vorteile hat. 

Natürlich war der Grill nicht der wahre Grund Aachen einen Besuch abzustatten. Eigentlich lockte uns der Aachener Dom (Baubeginn 798). Ein geschichtsträchtiges UNESCO-Welterbe, in dem zahlreiche Könige gekrönt wurden. Das wollten wir unbedingt mal gesehen haben. Wer noch nicht dort war, unbedingt mal besuchen – die Architektur und die Atmosphäre sind außergewöhnlich. Auf dem Rückweg stärkten wir uns noch mit den obligatorischen Aachener Printen (erinnerte mich geschmacklich sehr an Magenbrot). 

Das Ausparken verlief überraschenderweise sehr viel einfacher als das Einparken.

Und wir waren uns dieses Mal sogar einig in welche Richtung wir fahren wollten: geradewegs zu unserem nächsten Stellplatz in die Niederlande. Von Aachen ist das ja ein Katzensprung, deshalb setzte Romy auch als Erste ihre Pfötchen auf die niederländische Erde. Während wir alles aufbauten, war Romy schon wieder in den Hecken verschwunden und beschnupperte jeden Grashalm in der näheren Umgebung. 

Unsere Gastgeber waren sehr freundlich. Sie betreiben eine Rinderfarm und boten uns an bei Ihnen zu Abend zu essen. Wer kann da schon widerstehen, wenn die Chefin höchstpersönlich einen Burger mit Rindfleisch aus eigener Erzeugung kredenzt?

Das Premiere-Grillen mit unserer neuen Errungenschaft musste also noch etwas warten.

Dass dann unser Grillabend am nächsten Abend beim ersten Bissen ins Wasser fiel (ist ja irgendwie immer so), unser Tarp mal wieder heftigen Turbulenzen ausgesetzt war (auch nichts Neues) und wir am übernächsten Morgen (Sonntag) von Motorengeheul geweckt wurden, überraschte uns dann doch etwas. Denn wir hatten ausgerechnet das einzige Wochenende im Jahr erwischt, an dem sich Biker- und Oldtimer-Freunde aus der gesamten Niederlande genau bei uns in der Einöde zu einem kleinen Rennen trafen.

Ein Streckenabschnitt verlief zu unserer grenzenlosen Begeisterung genau an unserem Stellplatz entlang. Und so dröhnten die Motoren unmittelbar an unserem VIP-Stellplatz vorbei. Da hatte sich die stundenlange Recherche im Internet nach einem ruhigen und katzenfreundlichen Stellplatz doch gelohnt. Zugegeben die meisten Fahrer waren sehr umsichtig, aber ein paar schießen ja immer über den Tacho hinaus. Daher musste Romy an diesem Tag leider im Van bleiben, denn ihr wisst ja: Safety first! Wie wir dann dem ohrenbetäubenden Motorengeheul entkamen, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Bleibt gespannt!

3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert