Zweimal ist besser als einmal
Zweimal ist besser als einmal

Zweimal ist besser als einmal

Nächster Halt: Berg Dundret. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts. Bitte beachten sie den Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteigkante. Sorry, da bin ich dann doch etwas zu sehr abgeschweift … 

Ähnlich wie bei einer Zugstrecke ging es für uns den gleichen Weg wieder zurück, den wir gekommen waren. Klingt vielleicht für den ein oder anderen von euch langweilig, aber wir wollten unbedingt nochmal auf dem Berg Dundret übernachten. Dieses Mal wagten wir uns sogar bei Nebel auf den Berg und übernachteten dort mutterseelenallein. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir hatten dazu gelernt und die Einsamkeit lieben gelernt.  

Und noch etwas haben wir gelernt:

Romy kann auch eifersüchtig sein. Denn kurz bevor wir auf den Lofoten aufbrachen, kamen wir mit unserem belgischen Nachbarn ins Gespräch. Den Impuls gab seine Hündin. Sie war auf Romy aufmerksam geworden und wollte ihre beste Freundin werden. Romy zeigte sich davon überhaupt nicht begeistert und flüchtete schnurstracks in unseren Van. 

Während Romy im Van schmollte und mit aufgeplustertem Schwanz ihr Revier verteidigte, streichelte ich fröhlich durch das kuschelige Fell der Hündin. Dass das Romy überhaupt nicht gefiel, bekam ich den restlichen Tag zu spüren. Ich durfte Romy nur noch mit Abstand ansehen. Streicheln war für mich tabu. Stattdessen kuschelte sie sich außergewöhnlich eng an Daniel, der mich schon ganz irritiert fragte, was denn heute mit Romy los sei. Ihr seht, auch eine Katze kann von ihren Gefühlen übermannt werden.

Aber nun wieder zurück zu Berg Dundret.

Am nächsten Morgen ging es im Nebel wieder den Berg hinunter und weiter zu unserem Zwischenstopp. Denn da war noch etwas, das wir auf der Hinfahrt zu den Lofoten glatt übersehen hatten. Aber das war ja auch kein Wunder. Wir rasten damals mit maximal erlaubter Höchstgeschwindigkeit in Richtung Norwegen. Da folgte der Blick entweder der Straße oder streifte mit müden Augen eher planlos durch die Landschaft.

Wir saßen damals also im Auto, hörten einen Podcast und lauschten den Erzählungen einer Reisenden, die durch Lappland tourte. Sie erzählte gerade davon, dass sie auf ihrer Tour zu Fuß einem bedeutsamen Ort entgegen fieberte und dann so abgelenkt war, dass sie ihn blöderweise verpasste. Sie war einfach daran vorbei gelaufen. Wir schauten uns an und kamen ins Grübeln. Wir waren doch auch gerade in Lappland unterwegs. Hätten wir diesen Punkt nicht auch passieren müssen? Da erst bemerkten wir, dass es uns genauso ergangen war wie der Frau. Wir hatten den nördlichen Polarkreis verpasst. Diesen verpassten Besuch holten wir nun auf der Rückfahrt nach. 

Bei Regen ging es am nächsten Tag weiter nach Galtström.

Denn auch diesen schönen Ort wollten wir ein zweites Mal besuchen. Und siehe da, auch beim zweiten Mal entdeckten wir noch Neues. Loke war im Einsatz und rollte durch die Landschaft.

Loke auf großer Fahrt

Außerdem lernten wir schwedische Niederländer kennen, die sogar unsere beschauliche Kreisstadt kannten. Die Werbekampagne von the Länd, die es bis nach Schweden geschafft hatte, hatte offensichtlich Früchte getragen (siehe Bild). Das dürfte nun auch den letzten Skeptiker überzeugen.

Nächster Halt: na, ihr wisst es bestimmt bereits. Zumindest diejenigen unter euch, die fleißig alle Beiträge gelesen haben. 

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2 Kommentare

  1. Die Gürkies

    Yeahhh, ein Wiedersehen mit Loki. Hoffen wir mal, dass Romy nicht auch noch auf Loki eifersüchtig wird, wenn sie so aufmerksamkeitssuchend an euch vorbeiqualmt.

    P.S. euer Titelbild ist jetzt schon legendär – man sieht direkt, wer der Boss ist 🤣

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