Gestern abgetaucht heute versumpft
Gestern abgetaucht heute versumpft

Gestern abgetaucht heute versumpft

Vor ein paar Tagen sind wir noch abgetaucht, jetzt wissen wir, dass man auch ganz gut in „De Boet“ versumpfen kann. Ihr denkt jetzt bestimmt, dass wir mit dem Boot unterwegs waren, aber weit gefehlt. „De Boet“ ist ein riesiges Shoppingparadies (für mich mehr als für Daniel). Eigentlich wollten wir für unseren Van nur ein paar Sachen im Baumarkt kaufen. Von außen sah es auch wie ein Baumarkt aus, allerdings entpuppte sich der Baumarkt als ein riesiges Geschäft mit mehreren Stockwerken. 

Shopping malls kennt man ja,

aber ein einziger Laden mit so viel Fläche? Wart ihr schon einmal an einem Ort, an dem IKEA, Baumarkt, Depot, Pflanzen Kölle, Fressnapf, Spielzeugwarenladen, Zoo und Spieleparadies für Kinder miteinander verschmelzen? Nein? Also wir vor ein paar Tagen. So wurde aus einer „Wir holen mal kurz ein paar Schrauben Tour.“ eine mehrstündige Sightseeing Tour. Kurz gesagt: Ein Laden für die ganze Familie. Und das Beste daran? Geöffnet an einem gewöhnlichen Sonntag.

Gestärkt mit Kibbeling met saus (das werden wir wirklich vermissen!)

können wir nun behaupten, dass einkaufen in der Niederlande sehr entspannt ist. Fahrradparkplätze direkt vor der Tür. E-Bikes kann man problemlos aufladen und dadurch, dass eben auch sonntags geöffnet ist, entfällt der Samstags-kaufen-alle-ein-Stress. Gemüse ist oft schon klein geschnitten und verzehrfertig erhältlich. So konnten wir ruckzuck tolle Salate zaubern ohne unseren Van zu verwüsten. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, hätten wir sonst niemals solche aufwendigen Salate zubereitet. Wer hat schon Lust auf kleinstem Raum Zucchini, Karotte, Sojasprossen und Lauch zu waschen und klein zu schneiden? Alleine den Lauch hätten wir gar nicht lagern können. 

Kibbeling met saus
Ruckzuck aus Gemüse
… ein fertiger Salat

Überhaupt ist das Kochen mit nur einem Kochfeld und zwei kleinen Töpfen eine logistische Herausforderung.

Und so debattieren wir vor jedem Abendessen, wer den Kochlöffel schwingen muss (eigentlich kochen wir ja beide gerne) und beraten uns, in welcher Reihenfolge es am meisten Sinn macht, was wie womit zu kochen bzw. zwischenzulagern. So wird ein 15-Minuten-Gericht daheim ein 1h-Gericht im Van. Da füllen wir lieber einfach die fertige Gemüsemischung in eine Schüssel und schütten Essig und Öl darüber. Außerdem – das hatte ich ja noch nicht erwähnt – besteht die Challenge beim Essen zubereiten auch darin, so wenig Utensilien wie möglich zu benutzen. Das ganze muss am Ende ja auch wieder gespült werden … Ihr seht also, uns wird es nicht langweilig.

Genug vom Essen – unsere Zeit in der Niederlande neigt sich dem Ende.

An unserem letzten Abend gab es ein tolles Konzert im Gewächshaus. Kees und Janneke luden den Sänger Josua Peter ein, der uns einen stimmungsvollen gemeinschaftlichen Abend schenkte. Obwohl wir gefühlt die einzigen Deutschen vor Ort waren, sprachen alle auf Englisch. Toll! Vielen Dank für das wunderschöne Gemeinschaftsgefühl unter den exotischen Paradijsvogels. 

Toller Abend mit Josua Peter im Gewächshaus von Kees und Janneke

Nun geht’s auf zu neuen Ufern und wir verlassen das lieb gewonnene Hogwarts äh Hoogwoud (das wir bis jetzt noch nicht richtig aussprechen können), wo sich Harry Potter und Herr der Ringe in Mittelerde äh Middenmeer treffen.

Bleibt gespannt!

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3 Kommentare

  1. Marion

    Hallo Ihr beiden,
    toll, was Ihr bisher unternommen und erlebt habt. Bin sehr gespannt auf die nächste Station und freue mich, bald darüber zu lesen.
    Habt weiter eine schöne und bereichernde Zeit zusammen!
    Liebe Grüße 🤗

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