Nach traumhaft schönen Tagen (die Nächte waren ja eher Mangelware) wurden wir an unserem letzten Tag auf den Lofoten spät in der Nacht von wegfahrenden Autos geweckt. Und siehe da, als wir morgens aufwachten, war das Basislager auf einmal leer gefegt. Die Hektik der ersten Stunden und das Gerangel vor den Duschen verschwand urplötzlich. Es standen nur noch vereinzelt Fahrzeuge und Zelte in den Dünen. Der Wetterumschwung stand bevor bzw. war schon in vollem Gange. Kaum wird das Wetter schlechter, verlassen die Mäuse das sinkende Schiff. Okay, der Wind nahm von Tag zu Tag zu. Aber deshalb gleich fahren? Das kam für uns nicht in Frage.
Laut Wetter App war lediglich eine leichte Brise mit Waldbrandgefahr vorhergesagt.
Komisch nur, dass es immer mal wieder regnete und der Wind teils so böig war, dass sich unser Fußabtreter in den nächsten Graben rettete, während unser Tisch fast mit dem Nachbarfahrzeug kuschelte. Und von unserem mühsam aufgespannten Tarp brauche ich gar nicht zu erzählen. Das hing verdächtig schief in den Angeln, während der Hering schon gegen unseren Van zappelte. Und ich hatte mich noch im Halbschlaf gewundert, wieso es da draußen so laut war.
Unser Van hatte sich mittlerweile in ein Boot bei Wellengang verwandelt. Lustig, dass wir ein paar Wochen vorher noch gewitzelt hatten, dass wir zum Glück kein Segelboot ausgebaut hatten. Das wäre echt problematisch mit Romy geworden. Sie ist nämlich kein Fan von windigen Gezeiten und mummelt sich lieber in ihre Kuschelhöhle als auf Streifzug zu gehen. Wie dem auch sei, zog mit dem Wind auch noch der Sandstrand bei uns ein. Schön, dass ich am Vorabend erst noch gesaugt hatte. Denn wie ich immer mit Fusselrolle und Staubsauger bewaffnet zu sagen pflege: Ordnung und Sauberkeit ist das A und O auf so engem Raum.
Trotz Wind schafften wir es an diesem Tag dann doch noch unsere Safety Zone zu verlassen
und kauften uns zum Abschied den obligatorischen lofotischen „Arctic Stockfish Snack“. Kabeljau wird hier auf den Lofoten an jeder Ecke getrocknet und anschließend „naturally dried“ verkauft (wahrscheinlich hauptsächlich an Touristen …). Mal sehen, wie der uns mundet. Bisher haben wir noch zu große Angst, dass uns nach dem Öffnen eher der Geruch nach Katzenfutter entgegen weht als nach Fisch. Wobei, das wäre ja auch nicht schlecht – dann hätte Romy was davon.
So nun geht’s aber weiter zum nächsten Ziel. Dass dort dann mal wieder alles anders als geplant verlief, ist eine andere Geschichte. Bleibt gespannt.
Für alle, die jetzt schon ganz ungeduldig warten, gibt es zum Zeitvertreib noch ein paar Impressionen von den Lofoten und unserer Samtpfote. Alternativ könnt ihr euch auch die Webseite von unseren lieben lofotischen Nachbarn Maren und Jürgen reinziehen. Die beiden betreiben eine Lodge in Lappland. Lasst euch inspirieren und bis bald.




Hallo ihr zwei.
Chapeau – euer Reisebericht ist Spitzenklasse, sehr persönlich, vor allem aber sehr interessant und zeigt:wer eine Reise macht, kann etwas erleben; vor allem wenn sie so gut geplant ist wie euer Europatrip!
Ich bin gespannt wie es weitergeht und wünsche euch alles Gute, weiterhin ineressante Erlebnisse und einfach toi, toi, toi.
Harry
Hallo Harry,
vielen lieben Dank für das Lob! Freut uns sehr, dass dir unsere Beiträge gefallen.
Liebe Grüße von uns in die Heimat
Hallo Ihr beiden,
es ist einfach herrlich, Euch auf dieser Reise zu begleiten. Und jetzt mit E-Mail-Hinweis ist es noch viel besser.
Eure Texte sind so kurzweilig und witzig, ich genieße es total.
Deshalb Euch weiter genussvolle Tage, bin gespannt, ob der Tüten-Fisch jetzt verspeist wurde und wie er schmeckte.
Liebe Grüße aus der Heimat,
Marion
Der Tütenfisch reift noch bei uns im Regal und Larissa darf bald probieren. 😉
Ganz liebe Grüße von uns an dich
Du Feigling!! Immer muss die Frau zuerst ran….tzzzzz.
P.S. Ein Gürk macht sich bestimmt auch gut zum Tütenfisch 👌🏻
Die Mutigen können nur gewinnen! Stichwort: wuff wuff und Handcanastaaaa!