Google Maps empfiehlt manchmal seltsame Wege.
Unser Start beim Fahrrad fahren in der Niederlande verlief nicht ganz so wie erwartet. Im ersten Dorf wurde – nicht wie in Deutschland nach Flickenteppich-Art – einfach mal eine komplette Straße durch das gesamte Dorf auf einmal neu asphaltiert. Und wir mittendrin. Kaum hatten wir uns durch Teer und Schutt gewühlt bzw. geschoben (Daniel hat ja „nur“ ein Gravel-Bike mit schmalen Reifen), wartete auch schon der nächste Streckenabschnitt auf uns: die Auffahrt zur Autobahn und wir genau daneben auf dem Seitenstreifen. Jackpot!

Also änderten wir die Taktik und fuhren der Nase nach. Zum Glück erschnüffelten unsere Nasen bald einen Fahrradweg und die erhoffte Belohnung kam: gefühlte 10 km geradeaus nach Brügge. Keine Autos, keine Kurven, keine Berge, top ausgeschildert und noch dazu geschützt durch eine wunderschöne Allee vor Sonne und Regen. Einfacher und komfortabler kann man nicht Fahrrad fahren. Klare 10 Punkte! Mal sehen, ob das noch ein anderer Fahrradweg toppen kann …
Angekommen in Brügge wurden wir erstmal durch die alten Gassen mit Kopfsteinpflaster geschüttelt – und nicht gerührt. Habe ich erwähnt, dass mein Safety Car (irgendjemand muss ja das ganze Gepäck transportieren) super gefedert ist und Daniels nicht? Ist ein unnötiger, aber sehr praktischer Ballast, der beim Rennradfahren stört. Ähäm – wo waren wir? Ach ja, bei Brügge.
Eine wunderschöne Stadt mit vielen gut erhaltenen Gebäuden aus dem Mittelalter.
Durch die vielen Kanäle erinnert es sehr stark an Venedig. Selbst die Touristenströme (wahrscheinlich seit dem Film „Brügge sehen… und sterben“ explodiert) ähneln dem italienischen Hotspot. Schokoladen-, Pommes- und Waffelfans kommen definitiv auf ihre Kosten bzw. fühlen sich etwas überfordert aufgrund des großen Angebots. Da sticht das weltbekannte Eisgeschäft „Australian homemade ice cream“ deutlich hervor. Etwas skurril, aber einzigartig.
Definitiv empfehlen können wir das Museum „Historium“ am Marktplatz.
Selbst die Puppe am Eingang, die lautstark „Welkom“, „Bienvenue“ und „Welcome“ grölte, konnte uns nicht abschrecken. Oder sind wir vielleicht genau deshalb erst eingetreten? Das ist wohl eine Frage für das Galileo Mystery Team … Ich schweife schon wieder ab. Zurück zum Historium.
Ausgestattet mit VR-Brille reist man ins 15. Jahrhundert zurück und wird auf ein altes Handelsschiff gebeamt, das nach Brügge segelt. Ein sehr cooles Erlebnis. Anschließend geht’s weiter durch die alte Wasserhalle, ein großer Speicher, der mehrere Jahrhunderte am Marktplatz stand. Auf der Suche nach einem entflohenen Papagei – untermalt mit theatralischer Musik – begleitet man einen Lehrling von Jan van Eyck durch mittelalterlich gestaltete Räume und kann z.B. den Duft von Terpentin riechen.
Am Schluss packte uns dann noch der Ehrgeiz.
Wir liefen 366 Stufen – selbstverständlich ohne Pause – auf den 83 m hohen Belfried, ein schmaler Turm am Marktplatz. Dort kann man mit erhöhter Herzfrequenz den gigantischen Ausblick auf den mittelalterlichen Stadtkern genießen. Fazit: Wunderschöne Stadt und definitiv eine Reise wert!
Wieder zurück auf unserem ruhigen Platz beim Spargelbauern,
begrüßte uns Romy schlafend auf unserem Campingstuhl. Ihr Tag war gefüllt mit einer etwas unkoordinierten 5 km Wanderung durchs Spargelfeld. Sie ist hier jedenfalls immer gut beschäftigt. So ein Spargelfeld muss ja auch überwacht werden.






Bis jetzt sehr interessant. Die Ausschnitte von Brügge sind sehr schöne.Bei dem Schokoladen Snack bekommt man Heißhunger.G
Können wir bestätigen, war sehr lecker. 😉
….es bleibt spannend 😉😅😂😘
ja, sonst wäre es ja langweilig 😉
Tolle Bilder und Videos. 👌 Weiterhin viel Spaß und tolle Erlebnisse.
Ein Web-Feed auf eure Seite wäre cool, damit man automatisch sieht, wenn es was Neues von euch gibt. Ist das möglich?
Hallo Gaby,
solange ich noch nichts eingerichtet habe, kannst du dir gerne einen RSS-Feed einrichten. Am besten mal googeln. 😉
Liebe Grüße!